SICHTUNG II, MÜNCHEN

Master Ateliers in Kooperation mit ZOTT Artspace by mSE zeigt:

SICHTUNG II
Begehbare Raum- und Klangskulptur von Hildegard Rasthofer und Christian Neumaier

70,4 Tonnen Stahl, Dimensionen variabel, in der Fassung München 2,4 x 2,4 x 32,4 Meter. Die Skulptur ist innen begehbar.

Die Raum- und Klangskulptur SICHTUNG II ist eine temporäre künstlerische Installation von Hildegard Rasthofer und Christian Neumaier im Außenraum, die als orts- und situationsspezifisches Werk bei jedem Aufbau als Objekt und Ereignis neu entsteht.

Als SICHTUNG II wird die Skulptur von 23. Juli bis zum 2. Oktober 2019 im Kreativquartier München – situiert zwischen den Baudenkmälern Jutierhalle und Tonnenhalle – zu sehen sein.

Bitte beachten Sie: Der Zugang zum Gelände ist für Besucher/innen der Skulptur ausschließlich während der Öffnungszeiten und nur über die Heßstraße in Höhe von Hausnummer 134 möglich.

Objekt:

Die modulare Bauweise des Objekts lässt verschiedene Höhen zu. Am Standort München besteht die Skulptur aus 13 stählernen Kuben, die jeweils um 90° gedreht übereinander positioniert werden. Die freistehende Skulptur besteht durchgängig aus Stahl. Eine Kube misst 2,4 x 2,4 x 2,4 Meter und wiegt rund 4,9 Tonnen.

In ihrer Form als SICHTUNG II ragt die Skulptur 32,4 Meter über Gelände in den Himmel. Im Inneren führt eine offene dreiläufige Treppe in U-Form mit Viertelpodesten durchgängig bis in die oberste Ebene, die als offene Plattform betreten werden kann.

Die Außenhaut der Skulptur ist wie die Stufen und Podeste aus rechtwinkligen Stahlscheiben gefertigt. In unterschiedlichen Tönen und Helligkeitsstufen changiert die natürliche Farbigkeit der metallenen Oberfläche zwischen silber, blau, grün, rot, orange, braun und schwarz. Die zwei Zentimeter starke Stahlhaut trägt zahlreiche Versehrungen und eine für das Material charakteristische Patina. Zwei einander diagonal gegenüber liegende 48 Zentimeter breite Einschnitte vom Boden bis zur Decke geben in jeder Kube einen Blick nach draußen frei. Das einfallende Licht illuminiert Wände und Stufen – wechselnde Schatten und Umrisse werden im Tageslauf sichtbar.

156 Stufen führen über mehr als 30 Höhenmeter hinweg bis zur Plattform an der Spitze. Zum Erleben von Raum, Material, Farbe, Volumen und Licht kommt eine klangliche Wahrnehmung der Skulptur hinzu. Die stählernen Stufen biegen sich unter Belastung minimal und federn bei Entlastung in ihren Ausgangszustand zurück. Das Besteigen der unmerklich schwingenden Treppenstufen durch die Besucher/innen lässt Töne entstehen. Je nach Intensität der Bewegung, Vibration, Temperatur, Druck, Materialspannung und dem Standort der Besucher/innen innerhalb der Skulptur verändert sich der Klang. Jeder Besucher hinterlässt ein spezifisches Klangmuster – eine Klangspur.

Im Anschluss an die Stellung in München wandert die Skulptur anlässlich der Eröffnung der neugebauten mSE Kunsthalle nach Unterammergau und wird dort ab Oktober 2019 ihren dauerhaften Standort finden. Der Intention der Künstler folgend, soll die Skulptur von dort aus weiterhin temporär an andere Orten aufbrechen.